Vor die Kamera gebracht

Regionalproduktemesse beeindruckt die Sinne

Regionalproduktmesse in Greifswald

Pressemitteilung Gudrun Stark
Greifswald, 20.10.2016.

Ein Duft durchzog heute das Vorpommersche Landesmuseum, das manch' Zahn zu tropfen begann. Die Auswahl an Leckereien angesichts der zahlreichen Aussteller auf der Regionalproduktemesse Vorpommern war groß. Sie hätte sogar noch größer sein können, denn die Resonanz hiesiger Produzenten war weitaus höher, so dass viele gar keinen Ausstellungsplatz aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten erhielten. Damit ist eine Neuauflage der bislang auf Rügen etablierten Messe wohl auch in Greifswald schon für 2017 jetzt schon sicher, dann in größeren Räumlichkeiten.

Vorpommern ist prädestiniert für tolle Produkte. Hier wird angebaut und zunehmend auch verarbeitet und vermarktet. Deshalb bot sich am 19. Oktober auch ein bunter Anblick über eine reiche Obst- und Gemüseernte. Bei der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden fallen die großen Pastinaken ins Auge, knackiger Kohl leuchtet mich an aber auch die tollen Wurzeln der roten Bete machen Lust, den Kochlöffel zu schwingen. Das Geheimrezept für ein herbstliches Rote-Bete-Süppchen lasse ich mir gleich geben: Rote Bete in Gemüsebrühe kochen, pürieren und mit Majoran und Creme fresh abschmecken – einfach und fertig.

Wildbret aus MV, Kartoffel aus Demmin, Kräutersalze aus Trinwillershagen, frische Gemüse vom Ostseeländer und leckerer Käse; Bier und Kaffee aus Stralsund, Fisch, Senf aus Schlemmin, Wildfrüchtemarmeladen der Landfrugens aus Gristow, Rapsöl und feine Joghurtprodukte von der Insel Rügen sowie die berühmten Wurstwaren aus Greifswald, für jeden ist etwas dabei. Produkte aus der Lupine als Eiweißersatz – also Made with Luve – und Trockenfrüchte aus der Biosanica Manufaktur erobern bereits seit einiger Zeit den Markt.

Catherine Reising vom Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern e.V. ging auf der Messe mit einem interessanten Angebot auf die Produzenten zu. Der Agrarmarketing-Verein hat eine Plattform als Schnittstelle zwischen Produzenten und Großversorgern geschaffen. Bislang präsentieren 30 Hersteller ihre Produkte hier. Die Passwort geschützte Online-Datenbank ist nutzerfreundlich und ermöglicht zum Beispiel einem Restaurant oder Kantinenbetreiber ganz individuell die Produkte zu klassifizieren nach Inhaltsstoffen, Art des Anbaus oder Art der Tierhaltung. Haben die Geschäftspartner zueinandergefunden, ist der Agrarmarketing Verein raus und beide können individuell ihre Geschäfte abstimmen. Regionale Produzenten sollen durch dieses Angebot bei der Geschäftsanbahnung unterstützt werden. Die Plattform wurde erst kürzlich freigeschaltet und ist für die Anbietenden als auch Suchenden kostenlos, da das Projekt von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Mitteln des Landes Mecklenburg Vorpommern kofinanziert wird.

Die Besucher drängen sich auf der Messe um die Stände und lieben es zu probieren. Manch Anbieter hat alle Hände voll zu tun, die Kunden zu bedienen. Die Frische kann auch gleich mit nach Hause genommen werden. „Herr Fischer und seine Schokolade“ liegen mit den Leckereien aus Viereck voll im Trend. Der gelernte Koch Andreas Fischer war 13 Jahre in der gehobenen Gastronomie tätig, bevor er in der Adventszeit 2015 seine ersten eigenen Pralinen verkaufte. Inzwischen sind sie bei einigen Einzelhändlern in Pasewalk, Ueckermünde, Torgelow und Anklam erhältlich – Genaueres dazu auf der Website www.herr-fischer-und-die-schokolade.de. Die Zutaten variieren je nach Jahreszeit, verrät uns Andres Fischer. Im Herbst werden seine Kreationen mit Birnen und Kürbiszutaten veredelt. In der kommenden Woche geht es dann richtig los mit der Produktion für das Weihnachtsgeschäft. Dabei möchte Herr Fischer mit einer Überraschung aufwarten, die er nicht mal uns verraten möchte. Man darf also gespannt bleiben. Auf jeden Fall sollen es ca. 8.000 Pralinen sein, ein wenig „Kleinkram“ und natürlich die Schokolade und noch viel mehr. Alles in eigener Handarbeit hergestellt.

Lunch Vegaz ein junges Unternehmen, mit Sitz in Rothenklempenow präsentierte sich heute auch in Greifswald mit einer Sortimentsauswahl von Fertigprodukten für die gesunde Verpflegung im Alltag. Fertiggerichte, die die Gaumen von Veganern und Vegetariern glücklich machen. In die Produkte kommen nur Zutaten aus BIO-zertifizierter Landwirtschaft, keine Konservierungsstoffe. Der Bio-Siegel ist gerade erst erteilt worden. 30 Produkte ermöglichen kulinarische Entdeckungen auf allen Kontinenten der Welt und das mit einer Auswahl des Lunchgerichtes am Kühlautomaten des Start-ups aus Vorpommern. Mauricio Franco will auf der Messe unbedingt auch Kontakte zu hiesigen Gemüseanbauern aufnehmen. Die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Produkten wächst stetig. Das Unternehmen wird in Kürze die Denn’s Filialen in Berlin beliefern. Vor einem Jahr erst ist das Unternehmen durchgestartet. Die Gerichte können auch online bestellt werden bei www.lunch-vegaz.de.

Auch Mürli – der Kräuterlikör von der Müritz präsentierte sich im Vorpommerschen Landesmuseum erstmals den Vorpommerschen Gästen. Produzentin Angelika Wagner Schnurrbusch zu Ihrem ersten Eindruck von der Regionalprodukte- Messe: Die Gäste sind sehr interessiert und neugierig.

Quelle: www.b4bmv.de

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